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Annegang

2008 haben drei FotografInnen und AktivistInnen in Wien das Kollektiv Annegang gegründet. Das kollektive Arbeiten von Annegang versteht sich als Absage an die Individualisierungstendenzen der Kunstszene, die - mehr oder weniger notgedrungen - für ihre eigene Vermarktung produziert. Wir zücken keine moralische Keule gegen das große Geldverdienen, sondern stellen die Frage: wie teilen wir es auf? Wer schreibt seinen oder ihren Namen wo hin? Wer hat geschminkt, konzipiert, nachgedacht, wer hat mit wem diskutiert

und hat was gesagt, wessen Idee war besser, wer hat auf den Auslöser gedrückt? Wer macht Kunst und wer nicht? Unser Arbeiten ist eine Absage an l'art pour l'art, ein Aufruf zu einem Verständnis von Kunst, die sich politisch positionieren muss. Wir schreien laut, und der Schrei heißt: no art is innocent.

 

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