Aktion
1.Mai 09 in Linz: Videos, Bilder, Artikel, Links... zum Polizeiübergriff
- Radiosendung von Radio FRO mit den Betroffenen zum Download: http://cba.fro.at
- Bericht von Rainer Zendron (von der Polizeigewalt betroffener Vizerektor der Kunstuniversität Linz): http://subversivmesse.net/blog/1-mai-09-in-linz-kommentar-von-rainer-zendron
- Interview mit Rainer Zendron in den OÖN vom 4.Mai09: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,167568
- Stellungnahme der Exekutive (Polizeidirektor Walter Widholm) in den OÖN: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,167570
- Interview mit Beteiligten und ZeugInnen in der Linzer Rundschau vom 3.Mai09: http://www.rundschau.co.at/rsooe/ooe/story.csp?cid=7487531&sid=77&fid=55
- Presseaussendung von Vilimsky/FPÖ: http://www.ots.at
- Fotos + Augenzeugenbericht: http://andreame.at/node/283
- ORF-Interview mit dem Polizeiopfer Rainer Zendron: http://www.youtube.com/watch?v=N3X3KL2etiY
- Artikel inkl. Youtube-Video des Übergriffs: http://www.andreame.at/node/275
- ORF-Beitrag auf Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=FKNVckz6UKs
- Zusammenschnitt auf Youtube (ohne Audio):http://www.youtube.com/watch?v=rOfip2FPtIQ
- ORF Online Text + Video: http://ooe.orf.at/stories/359123/
- Antifabündnis Linz: http://antifa.servus.at/
- Standard-Artikel: http://derstandard.at/?id=1240550324614
- Statement der KPÖ Linz: http://ooe.kpoe.at/news/article.php/20090502070927910
- Statement der KUPF (Kulturplattform OÖ): www.kupf.at
- Artikel in den Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN): http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,166614
- Nachtrag der OÖN zum ursprünglichen Artikel: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,166747
- G.Trübswasser (Grüne OÖ) in den OÖN: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,167057
- Stellungnahme der Sozialistischen Jugend Linz: www.sj-linz.at
- Bericht im deutschen Antifa-Newsblog: http://antifanews.blog.de/2009/05/01/1-mai-linz-demonstration-polizei-zerschlagen-6042040/
- Artikel der Tageszeitung "Österreich" (online): http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Verletzte_bei_KPOe-Demo_in_Linz__0458948.ece
- Artikel in der ÖVP-Zeitung "Volksblatt" (online): http://www.volksblatt.at/index.php?id=51736&MP=61-157
1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
![]()
liebe kollegInnen, liebe studierende, liebe freundInnen,
viele von euch werden im laufe des wochenendes über bekannte, die
presse oder das fernsehen mitbekommen haben, dass ich im zuge der maidemonstrationen in linz von der polizei inhaftiert wurde und mich
ein prozess wegen widerstand gegen die staatsgewalt erwartet.
deshalb eine kurze darstellung aus meiner sicht:
ich beobachte jetzt seit etwa 45 jahren die maidemonstrationen in
linz, weil ich den forderungen der arbeiterInnenbewegung um
erweiterung demokratischer wie ökonomischer rechte und für
internationale solidarität grosses interesse und sympathie entgegen
bringe. persönlich habe ich nie an einem maiaufmarsch der SPÖ? oder KPÖ?
teilgenommen, da ich mich - zu meinem bedauern - mit keinem deren
programme vollinhaltlich identifizieren konnte.
ich beobachtete auch heuer mit einer gruppe von freundInnen die
maidemonstrationen am hauptplatz. nachdem um 11:30 der KPÖ?-zug den
hauptplatz noch immer nicht erreicht hatte und wir geplant hatten, den
nachmittag in der solarcity beim 09 projekt zu verbringen ging ich die
landstrasse entlang, um zu schauen, wo deren demonstrationszug
geblieben sei.
als ich an der goethekreuzung angekommen war, fuhr mir ein schreck
durch die glieder, da ich auf der blumau ein riesiges polizeiaufgebot
sah; ich befürchtete, dass neofaschisten, die kleine gruppe der KPÖ?
demonstratInnen überfallen hätten. (im internet wie ihr vielleicht
wisst - hatten die rechtsradikale aufgerufen, anlässlich des
kulturhauptstadtjahres einen gesamtdeutschen aufmarsch in linz
durchzuführen).
als ich jedoch bei der blumau eintraf, musste ich erkennen, dass die
polizei den abmarsch der demonstration verhinderte. etwa 30 friedlich
sitzende jugendliche wurden von etwa 50 stehenden polizisten umringt,
die älteren demonstrations-teilnehmerInnen standen empört und aufgeregt
herum. um mich über die lage zu informieren, fragte ich einen
polizisten, warum die demonstration nicht stattfinden würde. er
antwortete mir, weil die demonstrantInnen vermummt seien. da ich
jedoch keineN einzigeN vermummteN demonstrantIn wahrnehmen konnte,
fragte ich nach. darauf bekam ich keine weiter antwort, da ja
tatsächlich keine zu sehen waren. daraufhin fragte ich eine, der
nicht-eingekesselten demonstrantInnen. sie sagte mir, dass die polizei
von allen jugendlicheren demonstratInnen verlangen würde, dass diese,
um am maiumzug teilnehmen zu dürfen, sich zuerst fotografieren lassen
und ihren personaldaten abgeben müssten.
dies widerspricht meiner auffassung nach gröblichst sowohl den
menschenrechten als auch der österreichischen verfassung.
während ich noch versuchte mir einen überblick über die lage zu
verschaffen, sah ich, dass die größere gruppe von polizistInnen mit
massiver staatsgewalt begann ein mädchen aus der reihe der sitzenden,
eingekesselten jugendlichen herauszuzerren. ich lief ein paar schritte
hin, um zwischen demonstratInnen und polizei zu vermitteln und
unnötige polizeigewalt zu verhindern. doch bevor ich dort
angekommen war, wurde ich von polizistInnen zu boden gestossen und von
weiteren, herbeistürmenden polizisten umringt. ich war geschockt und
rollte mich am boden liegend zusammen, um kopf und körper möglichst
vor schlägen mit den polizeiknüppeln zu schützen.
die polizistInnen legten mir am rücken handschellen an und trugen
mich zum arrestantInnenwagen. ich wurde ins polizeihauptquartier
verbracht. bis zu meiner freilassung - um etwa 20:00 uhr - saß ich in
einer einzelzelle. mir wurden fingerabdrücke, abdrücke der handballen
und DNA-proben abgefordert, ausserdem wurden drogentests durchgeführt
und polizeifotos angefertigt.
ich kann keine gesamteinschätzung der vorgänge abgeben, da ich etwa 5
minuten, nachdem ich auf der blumau eingetroffen war, bereits
verhaftet wurde. ausser mir wurden vermutlich 6 weiter personen
festgenommen.
ich hatte vor meiner verhaftung keinen polizisten beschimpft. kein
polizist hatte mich vor meiner verhaftung zu irgend etwas aufgefordert
oder an mich auch nur ein wort gerichtet. ich hatte keinen polizisten
angegriffen. durch die grosse aufregung hatte ich auch keinerlei
schläge seitens der polizei wahrgenommen. erst nachdem ich am
nächsten tag auf videos meiner verhaftung gesehen hatte, dass ich
offensichtlich mit gummiknüppeln geschlagen worden war, betrachtete
ich meinen körper im spiegel und konnte einige blaue flecken
sehen.
ich bin über den polizeieinsatz gegen den traditionellen, vorerst
friedlichen maiaufmarsch sehr empört. zugleich bin ich - bei gegebener
lage - jedoch froh, dass ich unter den verhafteten war, da so der
polizeieinsatz eine große öffentlichkeit bekommen hat; hätte es nur
ein paar arbeitslose jugendliche getroffen, gäbe es leider vermutlich
keine öffentliche debatte darüber.
mein grossvater, ein arbeiter der ÖBB, wurde 1934 auch beim versuch
verhaftet, eine maidemonstration in linz durchzuführen. die zeit bis
1945 bezeichnen wir heute als faschismus. nach 1945 wurde meines
wissens kein maiaufmarsch der arbeiterInnenbewegung in linz von der
polizei angegriffen oder verhindert. heute leben wir sicherlich in
keinem faschistischen land; zum glück möge es so bleiben. doch
offensichtlich müssen demonstrationsfreiheit und andere menschenrechte
auch aktuell verteidigt werden.
zu meiner lage musste ich mir übers wochenende auch so einiges
überlegen:
ich bin zufrieden, es geht mir sehr gut und ich fühle mich völlig
unschuldig, denn zivilcourage wird allerorts und von allen parteien
beständig gefordert.
trotzdem bin ich mir sicher, dass das große medienecho (über welches
ich glücklich bin) bei stetiger nennung meiner funktion in der
kunstuniversität linz in anbetracht der aktuell bedrohlichen
finanziellen lage, für die kommenden finanzierungsverhandlungen
unserer universität schädlich ist; nicht zuletzt deshalb, weil sich
bereits heute führungspersönlichkeiten der ÖVP sehr deutlich hinter
den polizeieinsatz gestellt haben. mein kommendes gerichtsverfahren,
wird aller voraussicht nach, im herbst parallel zu den
leistungsverhandlungen mit minister hahn laufen.
deshalb steht meine entscheidung, die ich allein und ohne absprache
oder gar druck von irgend einer seite beschlossen habe, fest: ich
werde mein amt als vizerektor mit beginn des WS zurücklegen und mich
karrenzieren lassen.
es freut mich sehr, dass ich bereits im laufe des wochenendes von
mehr als hundert kollegInnen solidaritätsanrufe, sms`s und mails
bekommen habe, weil es persönlich einfach gut tut, zu wissen, dass
sehr viele von euch hinter mir und meinen aktivitäten stehen.
liebe grüsse und vielen dank für eure hilfe ;-)))
rainer
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
Anfang April habe ich eine sehr brutale Verhaftung eines Schwarzen in der Linzer Altstadt miterlebt, bei der die Polizei mit unnötiger Gewalt vorgegangen ist.
Ich frage mich, ob es nicht ein falsches Zeichen ist, zurückzutreten, da dies in der Öffentlichkeit als Schuldeingeständnis missgedeutet werden könnte.
Und neokonservativ-autoritäre Tendenzen bestärkt würden.
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
lieber Rainer,
könnten sie mit mir kontakt aufnehmen, ich hab eine idee für die viennafair. leo schatzl könnte möglicherweise den schnitt übernehmen ;-)
lg NO : ID
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
Danke für die ausführliche Beschreibung.
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
Ein Vizerektor mit Eier. Das ist selten!
Bitte an der ZHdK bewerben!
Hochachtungsvoll,
Alessandro Frigerio
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
Lieber Rainer Zendron, sie haben meine Sympathie und meine Solidarität.
Grüsse aus der Schweiz
R. Wagner
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
Hallo,
bin selbst Polizist, war aber nicht dabei, weil ich diesen Einsatztruppen nicht angehöre. Ich würde mir wünschen, dass bei Demos und dergleichen auch Psychologen - die es in der OÖ Polizei gibt - die Lage mitbeurteilen und das Einschreiten abwägen bzw. mitbestimmen - auch nach menschlichen, ethischen und psychologischen (deeskalierenden) Aspekten. Nicht nur Juristen oder andere rein polizeiliche Verantwortliche. Es tut mir leid, dass sowas passiert und ich schäme mich auch dafür. Alles Gute!
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
Ich habe mir die Videos auf You Tube angesehen und ihre Stellungnahme zum Vorfall gelesen.
Ich habe mir so meine eigene Meinung über ihren Fall gebildet.
Sie kommen, nachdem sie schon längere Zeit auf deren Eintreffen gewartet hatten, zu den Demonstranten. Dort machen sie eine Kurzaufnahme und stürmen auf eine sich im Einsatz befindliche Einheit los.
In diesem Augenblick konnten nur sie ihre eigenen Absichten wissen.
Sie hätten sicherlich andere Möglichkeiten gehabt, die ihrer Ansicht nach überzogene Amtshandlung zu beeinspruchen. Mir tun sie nicht leid.
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
Hallo!
Wir waren auch in dem Kessel und möchten uns für Ihre Solidarität bedanken und möchten wiederum unsere Solidarität mit Ihnen bekunden. Was in Linz geschah, geschah zu Unrecht.
Es ist an der Zeit, aufzustehen und den Mund aufzumachen.
Die Tatsache, dass ca. 100 NeofaschistInnen mit der Hand zum Gruß erhoben ein Kinderfest stören konnten, während wir AntifaschistInnen eingekesselt wurden, ist nicht in Ordnung.
We must be the change, that we want to see in this world!! M. Ghandi
Solidarische Grüße
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
lieber herr zendron
danke für ihre courage. solidarität auch von meiner Seite. gerade in unseren verwöhnten Zeiten vergisst mensch, dass rechte nicht selbstverständlich sind. Katharina
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
Lieber Herr Zendron!
Auch ich gehöre keiner Fraktion an. Ich möchte Ihnen sagen, dass ich Ihrem Statement nicht so recht glauben kann. Mag sein, dass Sie zum Zeitpunkt Ihres Eintreffens in der Blumau keinen Vermummten mehr gesehen haben. Der Beitrag eines Fotoreporters, der ebenfalls Zeuge dieser "Polizeiübergriffe?" war, beweist aber, dass es offenbar doch anderes war. Wie der Artikel des Reporters zeigt, wurden die Vermummungen von den Betreffenden immer dann aufgehoben, wenn Polizeibeamte zugegen waren. Tatsache ist, dass die "eingekesselten" Demonstranten zuvor vermummt waren und daher zur Personenkontrolle angehalten wurden. Hätte man sie weiterziehen lassen, so hätten sie ihre Gesichter durch Kapuzen, Brillen und Halstücher (vor dem Mund) wieder unkenntlich gemacht und im Falle von Ausschreitungen hätte die Polizei keine Personalien gehabt. Ich möchte nicht wissen, wie dann von anderer Seite auf die Polizeibeamten (verbal) losgegangen worden wäre. Ich finde es eine Schweinerei, dass man bei Polizeieinsätzen immer nur einseitig berichtet. Auch im vorliegenden Fall wurden nur jene Bilder und Videos gezeigt, die eine Momentaufnahme zeigen und die das zeigen, was gewisse Leute sehen wollen. Fakt ist auch, dass es am Hauptplatz zu einem späteren Zeitpunkt Festnahmen gegeben hat, die sogen. "Rechte" betroffen haben. Davon gab es aber keine Berichterstattungen. Auch das wurde bewusst von den Linken verschwiegen. Eine Frechheit ist außerdem, dass man auf der Homepage der "Antifa" gleichzeitig um Spendengelder wirbt. Der Kapitalismus ist wohl auch bei den Linken allgegenwärtig.
Hier der Bericht des Fotoreporters:
http://www.picturenews.at/News/UNBERECHTIGTE-KRITIK-AN-POLIZEI-UeBEN-LINKE-UND-GRUeNE-GRUPPIERUNGEN_90
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
Ich möchte mich für die heutige Zensur meines Kommentars bedanken. Ich schrieb nur, dass ich selbst an der Schüler-Demo in Linz teilgenommen und dort keinen einzigen Demonstranten gesehen habe, der eine Kapuze über den Kopf gezogen, eine dunkle Brille getragen und ein Halstuch vor den Mund gebunden hatte. Ich schrieb auch, dass es seitens der Polizei keinen einzigen Einschreitungsgrund gegeben hat und die 1. Mai Demonstranten offenbar im Gegensatz zur Schüler-Demo, offensichtlich nicht ganz so friedliche Absichten gehabt haben dürften. Danke, lieber Zensor, für das Entfernen meines Kommentars. Danke dafür, das man in diesem Forum offenbar nicht seine eigene Meinung kund tun kann. Ihr fordert Loyalität und Demonstrationsfreiheit, Meinungsfreiheit ein. Aber auch hier werden diese Rechte mit Füßen getreten.... (bin gespannt, ob dieser Kommentar wieder dem Zensor zum Opfer fällt.
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
Ich wünschte, in Österreich würden mehr Leute Zivilcourage zeigen, damit der Terror des Staates ein Ende hat. Ich mußte auch an eigenem Leib erleben wie brutal die Polizei vorgeht. Wenn man Hände an Rücken in Handschellen hat, ist es anscheinend noch immer die Sitte bei der Polizei dass ein Bein gestellt wird, wohl um Bilder mit mäglichst abschreckender Wirkung zu ermöglichen. Doch ich lasse mich von der Staatsterrorgewalt nicht mehr einschüchtern. Das wäre das falsche Zeichen!
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
Sehr geehrter Hr Zendron, ich danke Ihnen für Ihren einsatz und Ihre Courage. Ich hoffe das es nun endlich klarer wird dass unser schönes land immer mehr in Richtung Polizeistaat geht. und dank der "tollen" Vorratsdatenspeicherung der EU wird es dann auch möglich sein unliebsame personen auszuschalten bzw irgenwas "anzuhängen". willkommmen in der brave-new-world der EU-Diktatur! Das war nur der Anfang, ab jetzt gehts nur mehr bergab!!!
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
lieber anonymer aufdecker, die bilder deines fotoreporters solln die ganze aktion rechtfertigen und erklären? selten so gelacht, er zeigt eine vermummte person auf dem hauptplatz, hat mit der kesselgeschichte gar nix zu tun. ausserdem halt nur eine..
auf dem hauptplatz wurden zwei linke festgenommen und keine neonazis, es sei denn die tragen neuerdings dreads bis zum arsch. aber ein netter versuch, sherlock holmes
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
und dass sich die antifas die spenden für die gefangenen selbst einstreifen, kann ja wohl nicht dein ernst sein. ich würde sagen dein ausflug aus dem krone-forum ist ziemlich in die hose gegangen.
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
du klingst echt glaubwürdig
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
sorry...den gewissen smile habe ich vergessen.....lg
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
Olà Prof. Zendorn,
Es ist schon spannend zu lesen, dass sich seit der Aufregung in den 68ern an der SHFBK Braunschweig um Otto Mühls ersten Auftritt (Schweineschlachten) in einem öffentlichen Gebäude und heute in Linz. Zwar wurde die Technik(computer usw) im Laufe der Jahre revolutioniert, die K-Idee adabsurdum geführt, der Bildungsnotstand verschlimmert sich, der Turbokapitalismus ruiniert die Systeme, aber die "subversiven Elemente" der Macht praktizieren immer noch simmultane Handlungsmuster. Ein weiteres Beispiel in meiner Sammlung für meinen "Club zur genüßlichen Betrachtung von Peinlichkeiten".
Gute Genesungswünsche Ihr Steffan Böhle
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
juega ahora
Re:1.Mai 09 in Linz: Kommentar von Rainer Zendron
83-640 questions | 642-892 questions | 642-359 questions | 650-175 questions
Checkpoint Scharnstein
Aus gegebenen Anlass. Als Scharnstein am Rande der Anarchie stand:
"als wir ankamen, sahen wir uns mit einem polizeiaufgebot von 6 personen
konfrontiert. unsere gruppe bestand aus 17/18 personen. außerdem
war auch die feuerwehr anwesend. schließlich nahm die polizei mit
uns kontakt auf, indem sie um feuer fragte. sie waren anfangs sehr entgegenkommend
um nicht zu sagen unterstützend.
also stellten wir uns mit 2 transparenten, 2 tischen (tee+kaffee) und einer bank auf der straße auf. schnell bemerkten wir jedoch, dass nahezu der gesamte verkehr vor unseren augen umgeleitet wird und entschlossen uns, dass wir uns auf der entsprechenden kreuzung plazieren. auch in diesem fall war die polizei entgegenkommend. dort bauten wir uns erneut auf und begannen mit den autofahrern kontakt aufzunehmen.
es kamen auch positive rückmeldungen z.b. eine hauptschullehrerin, welche mir versicherte, das thema im unterricht zu besprechen. oder ein lkw fahrer, welcher sich kurzfristig entschlossen hatte, seinen lkw mitten auf der kreuzung abzustellen.
irgendwann kam der zeitpunkt, wo die polizei diese nicht angemeldete
aktion für beendet erklärte. nach 30 minuten mussten wir die
strasse räumen und unsere personalien angeben. hätten wir dies
nicht getan, wären wohl einige verhaftet worden. wir waren eigentlich
davon ausgegangen, dass diese demonstration angemeldet sei - so stand es
auch vorher in der zeitung.
neben den positiven rückmeldungen wurden wir beschimpft. wir sollen doch: arbeiten gehen, steuern zahlen. ob wir den verstand verloren hätten. ich als scharnsteiner kann jedenfalls behaupten, dass keiner dieser autofahrer mit einer solchen aktion in scharnstein (wo die welt noch in ordnung ist) gerechnet hat. doch bin ich der meinung, dass diese aktion ein wenn auch kleiner erfolg war. immerhin setzten wir das zeichen, dass man auch in einem ländlichen ort wie scharnstein politisch aktiv sein kann."
(Tatblatt +156/157 S. 9–12)
Kampf der Diktatur der Lerchen!
Ungerechtigkeiten gibt's zu Hauf in dieser Welt. Krieg, Hunger, Feinstaub, Zinsen und die Kriminalisierung der Coca-Pflanze, um nur einige zu nennen. Zumindest manches davon wird tatkräftig, wenn auch mäßig erfolgreich, bekämpft. Der sympathischste Präsident der Welt, der Bolivianer Evo Morales, hat gerade in Wien gezeigt, dass auch vermeintliche Nebenfronten nach Aktivismus schreien. Da es in der Gesellschaft schon genug Hierarchien gibt und wir nicht noch eine Ungerechtigkeitshierarchie erstellen wollen, mögen mir alle Hungernden, alle Kindersoldaten, alle AIDS-PatientInnen ohne medizinische Versorgung und auch die ärmsten aller Opfer - die Finanzmanager - verzeihen, wenn ich heute eine solche vermeintliche Nebenfront eröffne.
Es gibt ein Relikt aus unserer bäuerlichen Vergangenheit, das für viele Menschen völlig obsolet geworden ist und sich unglaublich gesundheitsschädigend und kontraproduktiv auswirkt. Ich spreche von Arbeitszeiten, die starr frühmorgens beginnen und Menschen einen Rhythmus aufzwingen, für den sie nicht geboren wurden. Etwa 15-20% der Bevölkerung sind Nachtmenschen (Eulen), der Rest sind leidenschaftliche Frühaufsteher (Lerchen) oder irgendwo dazwischen. Eulen kommen nicht nur schwer aus dem Bett, sie sind am Vormittag auch nur eingeschränkt leistungsfähig, eine sinnlose Vergeudung von Energie, von den gesundheitlichen Schäden dieser Selbstvergewaltigung mal ganz abgesehen. Genau umgekehrt geht es den Lerchen. Offenbar haben sich diese durchgesetzt und zwingen den Eulen ihre Lebensweise auf. Spätestens seit nicht mehr der Großteil der Bevölkerung früh aufstehen muss, um Schweine und Hühner zu füttern, ist diese Diktatur durch nichts zu rechtfertigen. Doch wie die Lerchen überzeugen? Vergesst das Gelaber über
Ungerechtigkeit, die ökonomische Logik ist auf unserer Seite. Warum soll jemand Menschen beschäftigen, die nur die halbe Arbeitszeit zurechnungsfähig sind? Viel effizienter wäre es Lerchen Lerchen und Eulen Eulen sein zu lassen. Flexibilität ist das Zauberwort. Mehr Effizienz bedeutet mehr Leistung, mehr Gewinn und mehr Geld. Und das wars auch schon mit der Diskussion.
Dänemark hat das Problem erkannt und handelt. Eine BürgerInneninitiative erzeugt politischen Druck, die Stadtverwaltung von Kopenhagen arbeitet gerade spezielle Arbeitszeitmodelle aus, Arbeitgeberverbände unterstützen logischerweise die Anliegen der Eulen. Um kein Mißverständnis aufkommen zu lassen: Eulen schlafen insgesamt nicht mehr als Lerchen, nur halt zu anderen Zeiten.
In diesem Sinne: Eulen aller Länder - vereinigt euch!
Re:Kampf der Diktatur der Lerchen!
außerdem kommen eulen mit gespenstern viel besser klar!
Re:Kampf der Diktatur der Lerchen!
da kämpft noch jemand erfolgreich mit ::
http://www.tagesschau.de/schlusslicht/spaeterschulbeginn100.html
Re:Kampf der Diktatur der Lerchen!
Ja, wir Eulen tun uns zusammen!
Wir versuchen zur Zeit die ÖstereicherInnen zu mobilisieren
und hoffen, sie werden zahlreich auf dem künftigen Portal erscheinen.
Viele Grüsse
Ursus
Re:Kampf der Diktatur der Lerchen!
So, hier noch ein Nachtrag:
Das Portal ist eröffnet! Neu am Konzept ist, dass nun das gesamte deutschsprachige Europa angesprochen wird.
Viele Grüsse
Ursus
Morgenmuffel-Portal
Re:Kampf der Diktatur der Lerchen!
Entwicklungshilfe selbstgemacht
Eine Salzburgerin unbekannten Alters
fiel soeben auf einen klassischen SPAM-Betrug rein: 350.000 hat sie
überwiesen, so der ORF, um an das angebliche Erbe eines afrikanischen Krösus zu
gelangen. Extra den Bausparer aufgelöst hat sie sogar! Und die
Münzsammlung verkauft! Doof wie Sauerkraut, die Dame, aber irgendein
afrikanischer Hipster hat den Deal seines Lebens gemacht...
Einen ganz anderen Status haben die UrheberInnen dieser Emails in ihrer Heimat. Nach mehreren Jahrhunderten direkter oder indirekter Kolonialisierung hält sich das Mitleid mit den westlichen „Opfern“ in Grenzen, die wenigen erfolgreichen Spammer gelten aber natürlich als Helden. Wer es geschafft hat, ein Weißbrot aus der Ferne um sein Geld zu bringen, ist ein Macher – immerhin sind die legalen Wege aus der Armut stark begrenzt.
Der Chicago Tribune zitiert in einem Artikel einen Spammer: "Nobody feels sorry for the victims," Samuel said. Scammers, he said, "have the belief that white men are stupid and greedy. They say the American guy has a good life. There's this belief that for every dollar they lose, the American government will pay them back in some way."
Diese (natürlich äußerst unrealistische) Hoffnung vieler junger, urbaner AfrikanerInnen auf einen europäischen oder US-amerikanischen Volltrottel hat seit einigen Jahren auch in die Populärkultur Einzug gehalten. Etwa im Smash Hit eines nigerianischen Musikers und Darstellers. Titel: „I Go Chop Your Dollar“.
Text:
I done suffer no be small
Upon
say I get sense
Poverty no good at all, no
Na im make I join
this business
419 no be thief, it's just a game
Everybody
dey play em
if anybody fall mugu,
ha! my brother I go chop
em
Chorus:
National Airport na me get em
National
Stadium na me build em
President na my sister brother
You be
the mugu, I be the master
Oyinbo man I go chop your dollar,
I
go take your money and disappear
419 is just a game, you are
the losers, we are the winners.
White people are greedy, I can say
they are greedy.
White men, I will eat your dollars, will take
your money and disappear.
419 is just a game, we are the masters,
you are the losers.
The refinery na me get em,
The
contract, na you I go give em
But you go pay me small money make I
bring em
you be the mugu, I be the master…
na me be the
master ooo!!!!
When Oyinbo play wayo,
dey go say na new
style
When country man do him own,
them go dey shout: bring em,
kill em, die!
That Oyinbo people greedy, I say them greedy
I
don't see them tire
That's why when they fall into my trap o!
I
dey show them fire
In diesem Sinne wünsche ich den jungen Spammern Nigerias und sonstwo auf der Welt viel Glück bei ihrer Arbeit und danke herzlich der netten Dame aus Salzburg, die so selbstlos in die angewandte Hilfe zur Selbsthilfe investiert hat.
Re:Entwicklungshilfe selbstgemacht
Platz an der Sonne - CC
Die allgegenwärtige Krise hat mittlerweile auch Österreich erfasst. Eine handfeste Rezession steht uns bevor, das Ende ist nicht abzusehen. Womöglich bleibt Phönix diesmal am Boden, wer weiss. Unsere Regierung ist ganz mit sich selbst beschäftigt. Die Affäre Faymann-Pröll entwickelt sich gut, die Vernunftehe mutiert zu einer echten Liebesbeziehung. Nur leider regieren sie nicht wirklich, keiner findet sich, der den Karren aus dem Dreck zieht. Beängstigende Gerüchte geistern durch das Land, wonach sogar Kaiser Robert
Heinrich I. ans Abdanken denkt. Und Welt-Präsident Obama hat die Hoffnungen auf baldige Besserung in seiner Inauguration-Speech gedämpft, auf den können wir also auch nicht warten. Was also tun, woher das Wachstum nehmen, wenn Fleiß nicht mehr ausreicht?
Imperialismus könnte ein Weg aus der Krise sein. Frei nach dem Motto "It's a dirty job, but someone's got to do it" nimmt das Subersivmesse-Team die Herausforderung an. Bereits im Herbst haben wir im Triester Hafen eine stolze Fregatte ausgerüstet und gen Westen entsandt. Captain Compass ist unterwegs, um für das Exportland Österreich neue Märkte zu erschließen, fremde Völker zu unterwerfen und unbewohntes Land zu kolonisieren. Vor wenigen Stunden brachte eine Heroldin erste Kunde von unserer Expedition, die - nach geglückter Atlantik-Überquerung - eine kleine Karibikinsel vor der venezolanischen Küste erreicht hat. Curacao nennen die eingeborenen Holländer das Eiland, das außerdem von einer großen Zahl entlaufener Sklaven bewohnt wird. Captain Compass hat den höchsten Berg erklommen und die Insel mit dem Aufkleben des Subversivmesse-Hoheitssymbols vor Gott und der Welt in Besitz
genommen. Curacao lechzt nach österreichischer Qualitätsware. Exportschlager könnten neben Schiliften und Schneekanonen, auch FPÖ-Gemeinderäte und Qualitätszeitungen werden. Die schwarzen Sklaven werden in einen sicheren Drittstaat begleitet, sofern sie nicht als Liftwarte dienen wollen. Was die Habsburger versaut haben, holen wir jetzt nach. Auch Österreich verdient einen Platz an der Sonne. Compass ist zur Stunde wieder auf See, auf der Spur von Gerüchten, wonach auf einer nahegelegenen Insel genügend Hanfreserven lagern, um zumindest diese ärgste Not im alten Europa zu lindern. Wir dürfen auf seinen nächsten Bericht
gespannt sein..
Ein kleiner Schritt..
Neujahrsvorsätze sind dazu da, um gebrochen zu werden. Eine alte Volksweisheit. Wer sich aber trotzdem was gutes tun und einen längst fälligen Termin erledigen will, dem kann ich nur empfehlen endlich aus der Kirche auszutreten. Ist wirklich unkompliziert, 40.000 ÖsterreicherInnen haben es vergangenes Jahr getan. Als ich vor 12 Jahren austrat, musste ich noch mit meinem Taufschein auf die BH, um mir einen Stempel zu holen. Heute funktionierts in vielen Bezirken schon per Internet, zumindest aber mit der Post.
Die Kirche hat das Problem des ständig steigenden Schäfchenschwundes scharf analysiert und beeindruckende Konsequenzen gezogen: Seit 2007 wird ein Austritt erst nach 3 Monaten kirchenrechtlich gültig, dh. verirrte Verwirrte bekommen eine Nachdenkfrist. Zusätzlich flattert ein Brief vom Bischof persönlich ins Haus, in dem über die dramatischen Konsequenzen aufgeklärt wird, z.B. für Hochzeit und Begräbnis. Aber was kirchenrechtlich gültig ist oder nicht, kann uns Ungläubigen ja sowieso egal sein, für den Staat ist der Austritt augenblicklich rechtsgültig.
Wissenswertes rund um den Austritt gibts bei Atheisten.at und Kirchenaustritt.at .
Über Gründe brauch ich an dieser Stelle nichts schreiben, die sind so offensichtlich, dass sie einen geradezu erschlagen.
die krise macht mir angst!
meine angst vor der krise wird immer größer!
ich wollte einen 50 euro schein
verkaufen und die sicherheit hat mich einfach gelöscht, erreichen kann
man dort niemand, ist das geld jetzt schon völlig wertlos? habe ich zu
hoch angesetzt? andererseits hat tulpe178 den schein verkaufen dürfen
und hat immerhin 46,50 euro dafür gekriegt. warum ist man ein
finanzgenie, wenn man/frau an der börse auf sinkende aktien spekuliert
und wenn man sein erspartes verkauft, wird man gelöscht?
ich verkauf jetzt noch meinen 20er,
vielleicht ist der nicht verboten! ich hoffe es! dann kann ich nachher
meinen 50er in 2 20er und einen 10er tauschen und auch verkaufen! ich
wär so froh, wenn das alles schon vorbei wäre!
ich hab angst.
bitte kauft mein geld! werdet glücklich damit!
ich kann es nicht mehr!
von den medien werd ich nur verarscht. das find ich echt gemein! (faz , news , diepresse ) vielleicht könnt ihr leserInnenbriefe schreiben. oder mitsteigern. oder ganz was anderes tun!
Re:die krise macht mir angst!
James Powderly (Graffiti Research Lab) detained in Bejing
James Powderly, co-founder of
Graffiti Research Lab (GRL) was detained by
Chinese Authorities in Bejing while preparing an intervention in
support of the
Students for a Free Tibet protest. His current whereabouts remain
unknown. Since text messages reading "detained
since 3am" and "there's 8 of us here, we're all OK", nothing has
been
heard from them. (22th August 08)
More Infos:
http://www.graffitiresearch.com
http://www.nytimes.com/
Profi am Werk
Wahlplakate zu verändern und mit etwas Kreativität deren Botschaften zu unterlaufen ist ja ein "traditioneller" Denksport in Vorwahlzeiten. Das untenstehende Beispiel zeugt aber von einer Professionalität die nur durch langjähriges eigenhändiges Plakatieren zu erreichen ist. Hut ab und tiefer Kniefall vor der UrheberIn - oder ist die subversive Tat bereits in der Logistik der Werbefirma passiert und nicht erst durch das Arbeitsproletariat (mit dem Kleisterpinsel in der Hand)?
Re:1.Mai 09 in Linz: Videos, Bilder, Artikel, Links... zum Polizeiübergriff
Während der Mob im Bierzelt fast vor Begeisterung, ob der rechten Hetzer, wegzuckt und einem vor lauter Nazis angst und bange wird, drischt die Polizei auf AntifaschistInnen ein.
Re:1.Mai 09 in Linz: Videos, Bilder, Artikel, Links... zum Polizeiübergriff
Augenzeug_innenbericht vom brutalen Polizeieinsatz am 1.Mai in Linz - Blumauerplatz!
Die Demonstration war erstaunlicherweise bereits von Beginn an von einem großen Polizeiaufgebot umstellt (was am 1.Mai in Linz sehr ungewöhnlich ist). Binnen Minuten wurden die Demoteilnehmer_innen, die sich im „antifaschistischen Block“ befanden von den übrigen Leuten/Gruppen/Blöcken durch einen Polizeikessel abgetrennt – die Demo hatte sich noch keinen Millimeter von der Stelle bewegt. Von einzelnen Polizisten waren Provokationen wie „Warum dauert das denn so lange? Am besten wär's den Helm aufsetzen, Schlagstock raus, und einfach reindreschen!“ und andere, ähnlich geartete Grausligkeiten zu hören.
Grund für den Kessel, waren laut Polizei Personen, die sich dem Vermummungsverbot widersetzten. Fakt ist jedoch, dass in diesem überschaubaren Kessel, in dem sich allerhöchstens 45 Menschen befanden, keine vermummten Personen aufhielten (Die ORF Videos zeigen keine vermummten Personen weder unter den eingekesselten noch unter denen, die von Seiten der Exekutive brutalen Repressalien ausgesetzt wurden).
Nach ca. zwei Stunden, begann sich die Situation zuzuspitzen - als der größere der beiden voneinander abgegrenzten Blöcke von der Polizei attackiert wurde, erhoben sich auch die sitzenden, eingekesselten Demoteilnehmer_innen und skandierten Sprüche in Richtung Polizei um auf deren unverhältnismäßig brutales Vorgehen hinzuweisen. Ein aussichtsloses Unterfangen. Auch zu diesem Zeitpunkt war niemand vermummt und die Gewalt ging nur von den Exekutivbeamt_innen aus.
Als die Polizei die vermeintlich Vermummten dazu aufforderte „freiwillig“ die Personalien abzugeben, sich aber alle weigerten (Es war ja niemand vermummt!), begannen die Beamt_innen auf die friedlichen Personen einzuprügeln und vollkommen willkürlich Demoteilnehmer_innen rauszuzerren, sie brutal auf den Boden gedrückt (Knie im Rücken!) zu fesseln und abzuführen.
Einzelne Polizisten stachen durch ihre, einem Blutrausch gleichenden Prügelexzesse sowie durch Sager wie „Die Gesichter der Seelen die ich auslösche Merke ich mir nicht, da sie mir sonst im Traum erscheinen.“ (Ein Polizist auf die Frage nach seinem Gewissen) hervor.
Nachdem der eingekesselte Block durch brutale Festnahmen und Gewaltexzesse der Polizei auf ca. 20 Personen geschrumpft war, entschieden sich alle, mehr oder weniger freiwillig, (unter Gewaltandrohung) ihre Personalien abzugeben. Währenddessen leistete die Exekutive ihren Dienst am Staat, und knüppelte auf den größeren, mit dem antifaschistischen Block solidarischen Demoblock ein, in welchem sich Kinder und auch ältere Menschen befanden.
Die Polizei war von Beginn der Kundgebung an provokant und eskalierend. Ob der Grund dafür die vermeintlichen Verstoße gegen das Vermummungsgesetz waren ist fraglich, denn zur selben Zeit befanden sich viele Neonazis in der Innenstadt und Strache und Mölzer besudelten ein Bierzelt am Urfahrranermarkt. Es ist eher davon auszugehen, dass die Polizei die antifaschistische Demonstration von den Neonazis fernhalten wollte, bzw. eine generelle Tendenz hin zu einer restriktiven Stadtpolitik, die eine saubere Stadt Linz vorsieht, verfolgt.
Die zynische Aussage vom Linzer Polizeipräsidenten Walter Widholm, ist bezeichend für die oben genannten Enschätzungen, wenn er meint, die Polizei habe dazu beigetragen die Gesamtsituation (welche Gesamtsituation?) „möglichst rasch und in einem entsprechenden Ausmaß“ zu beenden.
Ihr Polizist_innen seit die Gewalttäter_innen!
Re:1.Mai 09 in Linz: Videos, Bilder, Artikel, Links... zum Polizeiübergriff
´heimat im herzen ---- scheisse im hirn !!!!
noch mehr antifaschistische aktionen !!!!!!!!!
Re:1.Mai 09 in Linz: Videos, Bilder, Artikel, Links... zum Polizeiübergriff
es ist nicht das erste mal, dass sich die einsatzeinheit "lentos" durch den gebrauch von sogenannten 'einsatzstöcken' ruhmreich hervortut. bei diversen fussballspielen (vorher und nachher, in letzter zeit selten währenddessen) hat sie auch immer wieder bewiesen, dass sie den aus hartgummi bestehenden knüppel auch anzuwenden gedenkt. nicht umsonst kursieren in der linzer fussballfanszene aufkleber, welche einen polizisten mit erhobenem schlagstock zeigen. zusätzlich steht "gegen polizeigewalt" bzw. "gegen polizeiwillkür" auch drauf. ich schlage vor, bei den nächsten demonstrationen derartige aufkleber mitzuführen. vielleicht hilft das ja etwas.
wehret den anfängen!!!
Re:1.Mai 09 in Linz: Videos, Bilder, Artikel, Links... zum Polizeiübergriff
Einfach bei Demos allen Polizisten eine Kamera auf den Helm binden und das Problem ist gelöst!
99 Polizisten können nicht wegsehen :)
Re:1.Mai 09 in Linz: Videos, Bilder, Artikel, Links... zum Polizeiübergriff
Freitag den 8.5, 11 Uhr findet im Solaris eine Pressekonferenz des Bündnisses gegen Polizeigewalt statt. Auch AugenzeugInnen und Betroffene werden sich dort austauschen und u.a. weitere Beweise für das gewalttätige Verhalten der Polizei vorlegen und gemeinsam rechtliche Schritte planen.
Ebenfalls am Freitag um 17 Uhr findet eine Demo des Bündnisses und aller UntererstützerInnen vom Bernaschekplatz zum Polizeipräsidium Nietzschestraße statt.
Re:1.Mai 09 in Linz: Videos, Bilder, Artikel, Links... zum Polizeiübergriff
ACHTUNG: Die Demo am Freitag wird nicht vom Bündnis organisiert, sondern von einzelnen Gruppen!
Re:1.Mai 09 in Linz: Videos, Bilder, Artikel, Links... zum Polizeiübergriff
Ja, das habe ich mittlerweile auch erfahren! Demobeginn ist auch 16 Uhr und nicht 17 Uhr und die Route geht zum Hauptplatz. Sorry
Re:1.Mai 09 in Linz: Videos, Bilder, Artikel, Links... zum Polizeiübergriff
Re:1.Mai 09 in Linz: Videos, Bilder, Artikel, Links... zum Polizeiübergriff
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jncia
Re:1.Mai 09 in Linz: Videos, Bilder, Artikel, Links... zum Polizeiübergriff
nice [url=http://www.certkiller.com/CCNA-certification-training.htm/]ccna training[/url]
Re:1.Mai 09 in Linz: Videos, Bilder, Artikel, Links... zum Polizeiübergriff