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Underground


Das Geld macht alles möglich (Prediger 10:19, Einheitsübersetzung)

07.04.2009 by Hans Hochhaus, filed under Fussball, Messe, Lebensweisheit, Underground, Zeugen

Neulich schauten zwei freundliche Jehova-Damen bei mir vorbei. zeugen_damenSie ließen den “Wachturm” und eine Sonderausgabe “Erwachet!” zum Thema Geld zurück. Da ich schon lange ein Fan von den Zeugen war, stürzte ich mich sofort auf die Lektüre. Und wirklich, gleich der Einstieg war ein echter Kracher! Da stand: “Krankheitsbild: Geldsorgen. Neuerdings leiden weltweit immer mehr Menschen unter einer Art Geldkrankheit.” Ein britischer Fachmann für psychische Krankheiten hat sogar noch eine Fachterminologie parat - das “Money Sickness Syndrom”. Zum Krankheitsbild gehören “Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, unerklärliche Wutanfälle, Nervosität und negatives Denken.” Ich fühlte mich ertappt. Zumindest ein paar Symptome trafen haarschaf auf mich zu. Und dann zeugen_stadionwurde noch ein Forschungsbericht zitiert der herausfand, dass sich manche Menschen “von Geld stark motivieren oder kontrollieren lassen.” Ob der ganzen Wissenschaftlichkeit wurde ich schon recht verunsichert. Schließlich war dem Artikel noch ein Checkbogen angehängt: “Beherrscht Geld mein Leben? Das kann der Fall sein, wenn....”

☐ ich Angst habe, das Thema Geld überhaupt anzusprechen
☐ ich zu unvernünftigen Spontankäufen neige
☐ ich nicht sicher bin, wie viel ich wirklich verdiene
☐ Rechnungen häufig höher sind als erwartet
☐ ich mehr arbeiten muss, nur um Rechnungen zu bezahlen
☐ mir regelmäßig vor dem Monatsende das Geld ausgeht
☐ ich zwanghaft versuche, an viel Geld zu kommen       

Nun bin ich mir ziemlich sicher, dass der schnöde Mammon mein beichtstuhlLeben regiert. Im Weg zu Gott werde ich versuchen meine Geldsucht zu heilen. Vielleicht kann Gott meine Schulden reinwaschen?


Re:Das Geld macht alles möglich (Prediger 10:19, Einheitsübersetzung)

Posted by david at 14.01.2010 08:16
In 1848, at Cambridge University, Mr. H. de Winton and Mr. J.C. Thring, who were both formerly at Shrewsbury School, called a it training meeting at Trinity College, Cambridge with 12 other representatives from Eton, Harrow, Rugby, Winchester and Shrewsbury. An eight-hour meeting produced what amounted to the first set of modern rules, known as the Cambridge rules. No copy of these rules now exists, but a revised version from circa 1856 is held in the library of Shrewsbury School. The rules clearly favour the kicking game. Handling was only allowed for a player to take a microsoft exams clean catch entitling them to a free kick and there was a primitive offside rule, disallowing players from "loitering" around the opponents' goal. The Cambridge rules were not widely adopted outside English public schools and universities (but it was arguably the most significant influence on the Football Association committee members responsible for mcts questions formulating the rules of Association football).

New York, Helsinki und die Kultur der zerbrochenen Scheiben

28.11.2008 by socke, filed under Theorie, Polizei, Underground

sprayerGraffiti gehört zu jeder "richtigen" Stadt, ist aus der urbanen Kultur nicht wegzudenken. Versuche diese Form der (Sub)Kultur mit repressiven Maßnahmen zu unterbinden gibt es seit die erste Wand (in Harlem?) angeschmiert wurde. Rudi Giuliani, Ex- Bürgermeister von New York guilianiund einer der 9-11 Helden ist leidenschaftlicher Verfechter der "broken window- Theorie", ein leider nicht völlig absurder Ansatz zur Kriminalitätsbekämpfung. Sie geht davon aus, dass die konsequente Verfolgung von Kleinstdelikten schwere Verbrechen verhindert. Wird ein zerbrochenes Fenster nicht sofort repariert, senkt es die Hemmschwelle für Bösewichte, noch mehr Scheiben einzuschlagen. Selbiges gilt für Graffiti. Einbrüche usw. sind die Folge. Wer eine Gegendapple also verkommen läßt, schafft Kriminalität. So weit die Theorie. Guiliani überzog den Big Apple nach seinem Amtsantritt 1994 mit einer noch nie dagewesenen Law&Order-Politik. Die Statistik und vor allem das subjektive Sicherheitsgefühl der New Yorker scheinen seinen Ansatz zu bestätigen. Vor allem die Horrorzahlen der Mordstatistik konnten drastisch gesenkt werden. Repression als Prävention setzte sich nach und nach auch in anderen amerikanischen Großstädten durch. Die finnische Hauptstadt Helsinki ging einen ähnlichen Weg. Vor allem dem Sprayen wurde der Kampf angesagt-bis vor kurzem. Keine Ahnung, wie viele Menschen in der Hafenstadt ermordet werden, mit Kunst hat das anscheinend nichts zu tun, denn Helsinki helsinki

änderte seine Politik. Seit wenigen Tagen gilt Graffiti als Teil der Stadtkultur, wird gefördert und anerkannt (sofern die Besitzer damit einverstanden sind). Böse Zungen behaupten, dass dies vor allem daran liegt, dass der Stadt das Geld für die sofortige Entfernung der Kunstwerke ausging und die Entscheidung wohl eher pragmatische Gründe hat. Trotzdem finnlandist Helsinki vielleicht Trendsetter. Der Repressions-Hype könnte sich langsam überholt haben, mal sehen, welche Stadt die nächste ist. Ich geh mal davon aus, dass sich diese nicht in Österreich findet.


Re:New York, Helsinki und die Kultur der zerbrochenen Scheiben

Posted by Anonymous Couch Addicted at 28.11.2008 14:21

Die ersten Graffiti gab's vermutlich vor dem Homo Sapiens (aka "Höhlenmalerei"). Graffiti im modernen Sinn gibt spätestens seit den alten Ägyptern, besonders berühmt sind die antiken Graffiti aus Rom und vor allem Pompeii.

Mehr Infos: http://en.wikipedia.org/wiki/Graffiti#History

kyselak...

Posted by der wombat at 18.12.2008 13:28

http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Kyselak

In Österreich wird sich zwar sicherlich nicht die nächste Stadt finden, die öffentliche Flächen demokratisiert, aber zumindest war einer der ersten belegten "Tagger" Ösi...

Re:New York, Helsinki und die Kultur der zerbrochenen Scheiben

Posted by Anonymous User at 05.03.2009 12:34

Ich war in Helsinki und fand einige richtig tolle Museum hir ist das link .. ich hoffe dass es hilfreich ist : http://cylex.fi/helsinki/museo.html

die krise macht mir angst!

17.11.2008 by Kurto, filed under Untergraben, Spionage, Aktion, Underground

 meine angst vor der krise wird immer größer!
ich wollte einen 50 euro schein verkaufen und die sicherheit hat mich einfach gelöscht, erreichen kann man dort niemand, ist das geld jetzt schon völlig wertlos? habe ich zu hoch angesetzt? andererseits hat tulpe178 den schein verkaufen dürfen und hat immerhin 46,50 euro dafür gekriegt. warum ist man ein finanzgenie, wenn man/frau an der börse auf sinkende aktien spekuliert und wenn man sein erspartes verkauft, wird man gelöscht?
ich verkauf jetzt noch meinen 20er, vielleicht ist der nicht verboten! ich hoffe es! dann kann ich nachher meinen 50er in 2 20er und einen 10er tauschen und auch verkaufen! ich wär so froh, wenn das alles schon vorbei wäre!
ich hab angst.
bitte kauft mein geld! werdet glücklich damit!
ich kann es nicht mehr!


von den medien werd ich nur verarscht. das find ich echt gemein! (faz , news , diepresse ) vielleicht könnt ihr leserInnenbriefe schreiben. oder mitsteigern. oder ganz was anderes tun!


Re:die krise macht mir angst!

Posted by roan john at 15.01.2010 07:42
Hi the above provided topic is fabulous. As a student of MCS i want to inform all IT students about the vmware certification which is consider the land mark towards the preparation of ccsp exams as well as the isc cissp.Many organizations are going to provide the training related to the VMware but with a volume discount. So be prepared!

hai sei dank

15.10.2008 by Kurto, filed under Underground

stadtarchitektur ist manchmal sehr grausam, zumeist aber langweilig. selten aber passiert das, was be-ne-detto so trefflich als “still herbeigesehnt” umschreibt: an einem der häßlichsten häuser wien, ecke hörlgasse/wasagasse im wiener alsergrund, hat einE gönnerIn, oder auch mehrere, mir eine große freude bereitet, die sich täglich am weg zur arbeit wiederholt, indem sie/er einen süßen elefanten angebracht hat. wer auch immer hinter “hai” steckt, ich lade euch zum essen ein.

 

wasagassegraffiti 004.jpg


Re:hai sei dank

Posted by haidi at 17.10.2008 23:34

und angenommen ich hab was damit zu tun und schau vorbei bei dir. dann gibts was feines zum essen und zum nachtisch klicken dann die handschellen?

James Powderly (Graffiti Research Lab) detained in Bejing

22.08.2008 by Harald Schmutzhard, filed under Aktion, Polizei, Underground

James Powderly, co-founder of Graffiti Research Lab (GRL) was detained by
Chinese Authorities in Bejing while preparing an intervention in support of the
Students for a Free Tibet protest. His current whereabouts remain
unknown. Since text messages reading "detained
since 3am" and "there's 8 of us here, we're all OK", nothing has been
heard from them. (22th August 08)

More Infos:
http://www.graffitiresearch.com
http://www.nytimes.com/


Tiefenrausch

04.07.2008 by Rosa Abart , filed under Linz, Untergraben, Underground

kanaldeckel hebegerät

Tiefenrausch – Kunst und Führungen in den Linzer Unterwelten

Grenzgang mit OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich und Linz09 im Öffentlichen Raum

Ein Bericht zu Museum der Unterwelten, Strom des Vergessens und Kanaldeckel Landstraße

 „Erkundet werden die Keller, die Stollen, die unterirdischen Welten von Linz. Den Weg ins Unergründete säumen verlassene Orte, Räume, die mit Erinnerung aufgeladen sind, aber auch aktive unterirdische Produktionsstätten. Ausgangspunkt ist das Museum der Unterwelten, eine kulturhistorische Ausstellung im OK. Im Aktienkeller findet sich internationale zeitgenössische Kunst zum Thema „Erinnern und Vergessen“. Auf der Landstraße werden Kanaldeckel zu Periskopen unterirdischer Systeme.
Auch führt TIEFENRAUSCH an Orte, die dem Publikum sonst verschlossen bleiben – Stollenanlagen, Trinkwasserspeicher, Krypten der Linzer Altstadtkirchen. Auf dem Arena-Platz vor dem OK schließlich ein Tauchturm vom Attersee. Alles in allem ein spektakulärer Kunst
parcours, dem die BesucherInnen durch die kilometerlangen Gänge folgen.“

hier gehts zum link

Die Idee, die Linzer Unterwelten für eine Ergründung öffentlich zugänglich zu machen und die Erinnerung, die mit verlassenen Orten verbunden ist mit künstlerischen Mitteln aufleben zu lassen, ist gut. Tiefgründigen Geheimnissen, Vergessenem und Unbekanntem im unmittelbaren Lebensumfeld nachzuspüren, macht jedenfalls neugierig. Und auch die in Aussicht gestellten Grenzüberschreitungen zu kollektiven und individuellen Unterwelten des Bewusstseins klingen überaus reizvoll. 

Allerdings: „Unterwelten gibt es viele und jede Tiefe braucht ein Zentrum“

hier gehts zum link

Genau dieses Zentrum fehlt leider. Für BesucherInnen wird es dadurch schwer, tatsächlich in einen Tiefenrausch zu geraten: Geboten wird eine assoziativ wirkende Zusammenstellung, ein Sammelsurium thematischer Aspekte und Zugänge verschiedener „Unterwelten“.

Obwohl Tiefenrausch über eine klare konzeptuelle Gliederung verfügt, ist es weder gelungen, ein durchgängiges Konzept zu vermitteln und erkennbar umzusetzen, noch, die einzelnen Themenstränge befriedigend auszuarbeiten.

Die Höllenbilder im OK „Museum der Unterwelten“ fallen beispielsweise recht enttäuschend aus - die Krampusdarstellungen und wenigen weiteren Exponate könnten eine ansprechende Zugabe sein, ein kleiner Ausschnitt aus dem reichen Schatz kulturhistorischer Repräsentationen von Höllenbildern und Teufelswerken. Es bleibt also bei der christlichen Schreckensfantasie – die mythologischen Innenwelten werden weitgehend ausgespart.

 Weniger ist zwar mehr, aber dieses Konzept wurde insgesamt auch nicht verfolgt und in diesem Fall ist wohl eher mehr weniger.

Tiefgang erhält die Zusammenschau durch einzelne Exponate, die sich eben dadurch auszeichnen, dass sie ihre eigene überzeugende Auseinandersetzung mit klar definierten Themen liefern. Beispiele aus dem Museum der Unterwelten sind die elektromagnetische Klanginstallation von alien productions: „Tiefenklang I es ist viel zutage gekommen“, oder – etwas kurzweiliger -  die Videoinstallation „Tales from the Underworld“, von  Christoph Draeger / Heidrun Holzfeind.

Auch in der Ausstellung „Strom des Vergessens“ im Aktienkeller finden sich überzeugende künstlerische Arbeiten. Schade, dass gerade diese Arbeiten in der etwas unmotivierten Zusammenstellung von Tiefen und Untiefen in beiden Ausstellungen etwas untergehen. Sich einzulassen wird dadurch nicht unbedingt leichter gemacht, sondern erfordert ziemlich langen Atem.

Möglicherweise erhält das Projekt so mehr Breitenwirkung, Linz09 soll ja viele Geschmäcker bedienen. Und entsprechenden Umsatz gewährleisten – die beachtlichen Eintrittspreise sollen jedenfalls noch erwähnt werden und auch, dass die Teilnahme an Führungen BesucherInnen in organisatorischer Hinsicht nicht leicht gemacht wird. Wer sicher teilnehmen will, sollte „rechtzeitig“, d.h., ein paar Tage vorher reservieren. Und sich auch nicht zu viel an Hintergrunderläuterung erwarten.

Die Kanaldeckel auf der Landstraße sind immer noch frei zugänglich, d.h., können gratis besichtigt werden.

 Übrigens auch schade: Dass „Up and Down“, Fernando Sánchez Castillos Installation im Aktienkeller nicht funktioniert hat, die Denkmal-Maschine „ (…) birgt einen hohen sinnbildhaften Wert und scheut sich nicht vor einem interaktiven „Denkmalsturz“, der beliebig oft wiederholbar ist.“…

(Ausstellungsführer Tiefenrausch – Linzer Unterwelten)

Prädikat: Durchaus  sehenswert – aber nur bedingt berauschend.


Re:Tiefenrausch

Posted by Ralf Vaneigem at 03.07.2008 13:53

he
habt ihr gewusst warum kanaldeckel (achtung: nicht zu verwechseln mit gullideckeln!) IMMER rund sind?
nur wenn sie rund, sind können sie unmöglich in den schacht fallen!

Re:Tiefenrausch

Posted by Ralf Vaneigem at 03.07.2008 13:55

bei mir hat die denkmalmaschine übrigens schon funktioniert (du hast aber nichts verpasst), ansonsten bin ich, was die kritik betrifft ganz bei dir...

Re:Tiefenrausch

Posted by giro at 28.07.2008 10:06

zentrum hin oder her, ich war noch selten auf einer ausstellung, wo ich mit so vielen installationen etwas anfangen konnte. ob das für den strom des vergessens spricht weiss ich nicht ;)
besonders cool fand ich die videoprojektion von hito steyerl, bei der im krieg der 90er zerstörte filmrollen aus der erinnerung nachgezeichnet wurden.

Re:Tiefenrausch

Posted by giro at 28.07.2008 10:08

ach ja, der generalissimo franco hat sich mir auch gezeigt