Disropa
Maria Krisper (AT)Die Kontur der Außengrenze Europas lässt sich anhand der roten
Markierungen erahnen, diese verweisen auf Orte, an denen MigrantInnen
und Flüchtlinge bei dem Versuch nach Europa zu immigrieren, gestorben
sind. Es wurde hierbei auf die Liste der Organisation United for
Intercultural Action, auf welcher alle dokumentierten Todesfälle
verzeichnet sind, zurückgegriffen. Durch Anklicken bestimmter Regionen
erscheint ein Fenster, auf dem die Todesfälle dieses Ortes verzeichnet
sind. In der neuen Version wird jedem Jahr eine eigene Farbe zugeordnet,
dadurch werden zB. örtliche Verschiebungen der Fluchtrouten sichtbar.
Die Linkliste weist eine Sammlung unterschiedlicher Organisationen,
NGOs, Netzwerke, Projekte etc. zum Thema Migration und Menschenrechte
auf, als Anregung zur Selbstrecherche.
Auf der Messe wird weiters ein Video präsentiert. Dieses behandelt
Fragen zum Thema Europa.
Ein wesentliches Merkmal dieser Arbeiten ist die bewußte Vermeidung der Verwendung von Dokumentationsfotos, Schockbildern oder persönlichen Geschichten zum Thema europäischer Migrations- und Asylpolitik und deren Auswirkung auf Flüchtlinge und MigrantInnen. Die Gründe hierfür liegen einerseits in ethischen Überlegungen, andererseits soll dem/r BetrachterIn keine exakt kalkulierten Emotionen vorgegeben werden, welche auf das empathische Empfinden abzielen, weiters soll vermieden werden den Opferstatus der abgebildeten oder beschriebenen Personen auf bildlicher sowie erzählerischer Ebene zu verfestigen.