Artista sense Cables and General Itat
Für die Subversiv Messe möchten wir drei mögliche Arbeiten vorschlagen: Zum einen eine interaktive Installation bestehend aus Rechner, Kamera der Wii und einem Set von Karten. Zum anderen würden wir gerne ein Konzert geben, bei dem wir zusammen mit dem Publikum mittels der Karten und Wii improvisieren. Narürlich Können wir auch einen Vortrag über "Kontrolle vs. Deskontrolle" halten. Institut Fatima (ES), eingereicht am 01.08.2008Für das Projekt "Artista sense cables" wird reacTIVision für die Steuerung und Kontrolle von digitaler Musik genutzt. Im Gegensatz zum "reactable" werden ausschlieslich erschwingliche, einfache Materialien eingesetzt: Neben einem Rechner werden lediglich ein paar Pappkartonkarten und eine preiswerte Webcam benötigt.
Sie erkennt die Bewegungen von Symbolen, die im Raum bewegt werden. Diese werden vom Rechner als Daten zur Steuerung von verschiedenen Elementen in einem musikalischen Arrangement umgesetzt.
folgende drei Zusammenhänge interessieren hierbei:
Zunächst einmal ermöglicht sie es, ein der digitalen elektronischen Musik inherentes Defizit zu vermeiden, das E-mail-Checker-Syndrom: Oft genug erleben wir in Konzertsituationen, dass das Publikum nicht wirklich sehen kann, was die Musizierenden wirklich treiben während sie hinter den Bildschirmen ihrer Laptops sitzen und ihr Trackpad streicheln. Institut FATIMA steuert die Klangerzeugung mittels einfach erkennbarer Bewegungen oder Gesten.
Ein zweiter Punkt ist die Partizipation des Publikums an der Generierung der Musik: ReacTIVision erlaubt ein intuitives mitspielen mit dem digitalen Klangerzeuger.
Ein weiterer Aspekt ihrer Arbeit ist der Umgang mit den Grenzen der Kontrollierbarkeit: Anstelle einen Controller zu verwenden, der eine möglichst absolut genaue Steuerung musikalischer Parameter ermöglicht, haben wir uns für Low-Tech entschieden. Der Zufall und das Unerwartete sind somit integraler Bestandteil unseres Arbeitens. Wir glauben das Kreativität und Kreation immer dann möglich werden, wenn wir uns Herausforderungen an den Grenzen des Kontrollierbaren und Erwartbaren stellen. Das Spielen mit Kamera und Karten findet in genau einem solchen Spannungsfeld statt.